Laserscanning Anwender-Berichte

Mit GeoSLAM in eine Festung vordringen

Die Erfassung historischer Stätten kann sich für Vermessungsingenieure als Herausforderung erweisen, vor allem wegen des Mangels an aktuellen und genauen Grund- und Höhenplänen und weil sie oft an Orten ohne GPS-Abdeckung oder Tageslicht arbeiten müssen. Unebene Böden und enge Treppen und Tunnel können sich oft auf die für die Durchführung einer Vermessung vorgesehene Zeit auswirken. Die Budapester Zitadelle bildete da keine Ausnahme.

Scanning einer Villa im Kanton Tessin für ein Sanierungskonzept & einen virtuellen Rundgang

Vor einiger Zeit hatten wir eine besondere Scanning-Schulung im wunderschönen Tessin (Schweiz). Ziel der Schulung war es, eine herrschaftliche Villa aus dem frühen 20. Jahrhundert und den umliegenden, prachtvollen Garten dreidimensional zu erfassen. Die Dokumentation bildete die Grundlage für ein Sanierungskonzept. Zudem erstellten die Schulungsteilnehmer auf Grundlage der Scandaten einen virtuellen Rundgang.

Scanner zur Vermessung von Schächten

Öffentliche Bau- und Energieversorgungsunternehmen sind ständig auf der Suche nach neuen Wegen, um die Sicherheit ihres Personals vor Ort zu schützen. Mit Hilfe des mobilen Laserscanners GeoSLAM ZEB-Revo und dem speziell entwickelten GeoSLAM Cradle (Überkopf-Halterung) können die beengten und gefährlichen Hohlräume in Schächten jetzt in 3D erfasst werden, ohne die Mitarbeiter vor Ort zu gefährden.

2D-Modellierung vs. 3D-Modellierung in der Bestandserfassung

Die Zeit ist im Wandel. Während in vielen Bereichen noch in 2D gearbeitet wird, haben andere schon längst die Vorteile der 3D-Modellierung erkannt und umgesetzt. Besonders in den Bereichen der Industrie und im Fahrzeugbau hat sich die 3D-Modellierung fest etabliert und entwickelt sich stetig weiter.

In der Architektur erleben wir eher einen zaghaften Umstieg. Die 2D-Auswertungen von Grundrissen, Schnitten und Ansichten bilden eine gewohnte und fest verwurzelte Grundlage für die kreative Planungs- und Umbauarbeit. Auf Skizzenpapier werden Ideen entwickelt, Materialien vergeben, Räume eingerichtet – und im Anschluss digital umgesetzt.

Oft werden wir gefragt, wo der eigentliche Mehrwert eines 3D-Modells liegt? Wo genau sind die Vor- bzw. Nachteile der 2D- oder 3D-Modellierung und welche Variante sollten Sie in Ihrem nächsten Projekt verwenden?

 

Laserscanning zur Volumenbestimmung von Streusalzreserven

Einer der Aufgaben des Verkehrsministerium des Bundesstaates Iowa ist es dafür Sorge zu tragen, dass im Winter über 24.000 Meilen Straße frei und sicher befahrbar bleiben. Der Bundesstaat umfasst 109 Wartungsgebiete, in denen Lagerbestände an Salz zur Verteilung aufbewahrt werden. Jedes Lager kann jeweils bis zu 1.200 Tonnen fassen.

Über den ganzen Winter wird Salz über Streufahrzeuge auf den Straßen verteilt. Zuladungen werden in Gewicht gemessen; die Salzvorräte werden lediglich mit bloßem Auge geschätzt. Zwischen den Salzvolumen in den Lagern und in den Papieraufzeichnungen gibt es daher enorme Diskrepanzen. Um die Salzverteilung planbar zu machen und kostspielige Investitionen zu vermeiden, gilt es den Lagerbestand mittels eines Messverfahrens genau zu erfassen.

Laserscanning der Hohenzollerngruft im Berliner Dom

Die Hohenzollerngruft, im Untergeschoss des Berliner Doms, ist eine der wichtigsten dynastischen Grablegen Europas. In prunkvollen und aufwändig verzierten Särgen liegen insgesamt 90 Hohenzollern dort begraben. Die Grabstätte, die im zweiten Weltkrieg zum Teil stark zerstört wurde, ist ein öffentlich begehbarer Ort, der täglich von mehreren tausend Menschen besucht wird.

Um ein interaktives Modell zu erstellen, wurden wir mit dem Scanning des alten Gruftbestandes beauftragt. In Zusammenarbeit mit der Firma LogXon sollte aus den Scandaten im Nachgang ein 3D-druckbares Modell erzeugt werden, durch welches Besucher einen Eindruck der Gegebenheiten in der Gruft vor den Umbaumaßnahmen bekommen sollen.

Laserscanning bei der Relokalisierung / Deglobalisierung der Wirtschaft

Durch die Corona-Virus-Pandemie werden Schwachstellen der derzeitigen globalen Lieferketten aufgezeigt. Ein einziges fehlendes Teil verhindert die Produktion eines ganzen Produkts, wie z. B. einer Maschine oder eines Fahrzeuges. Die derzeitige Situation dürfte einige europäische Regierungen dazu veranlassen, die Industrie zur Deglobalisierung relevanter Erzeugnisse aufzufordern. Vor allem geht es auch hier vorrangig um eine Reduzierung der Abhängigkeiten von Produktionsstandorten wie China und Indien.

Wie können hier nun Laserscanner oder andere 3D-Verfahren bei der Deglobalisierung von Unternehmen behilflich sein?

Video-Thumbnail Deglobalisierung

 

Mobile Scandaten zur Unterstützung der Polizei bei Amokläufen

Amokläufe geben in den Vereinigten Staaten Anlass zu wachsender Besorgnis, da die Opferzahlen, vor allem in Schulen, rasch ansteigen und die Ressourcen der Strafverfolgungsbehörden ihre Schmerzgrenze erreichen.
Angesichts der Unberechenbarkeit dieser Geschehnisse, sowohl in Bezug auf das Ausmaß als auch auf den Ort, hat ein Team bei der Entropy Group LLC landesweit mit Strafverfolgungsbehörden und US-amerikanischen Anwälten zusammengearbeitet, um die Reaktionszeiten zu verkürzen, indem es 2D-Grundrisse und 3D-Modelle aus Datensätzen des GeoSLAM ZEB REVO RT nutzt.

Prozessoptimierung mit Hilfe von 2D-Hallenplänen

Einen führenden Produzenten für Rollladen- und Sonnenschutzsysteme durften wir bei der Optimierung seiner Fertigungsprozesse unterstützen. Es sollten aktuelle Hallenlayouts angefertigt werden, die sämtliche Maschinen, Lagerpositionen und weiteres Inventar enthalten. Diese dienen als Datengrundlage für eine mögliche Produktionsoptimierung. Die Produktion der Rolladen- und Sonnenschutzsysteme befindet sich in vier Hallen auf einer Gesamtfläche von rund 4.000 m².

Gezeichneter Plan - Halle 1

 

DGM-Erstellung eines Steinbruchs aus Drohnendaten und Vergleich mit Bestandsmodellen

Für den Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz durften wir ein spannendes Projekt bearbeiten. Im Rahmen des Projekts erhielten wir photogrammetrische Daten des Steinbruchs Mainz Laubenheim. Ziel war die Erstellung eines Digitalen Geländemodells (DGM) aus einer Punktwolke, die die Firma LOGXON GmbH & Co. KG zuvor durch eine Drohnenbefliegung erzeugt hatte.